| |
Lernwerkstatt
Modellprojekt LERNWERKSTATT
Das Modellprojekt Lernwerkstatt ist Bestandteil der Koordinierungsstelle "AnSchub" in Aschaffenburg in Kooperation mit Global Sozial e.V und wird ab Mitte Oktober 2011 bis Ende Juli 2012 in der Behlenstr. 20 in Damm durchgeführt. Das Projekt bietet Kapazität für maximal sieben Jugendliche der Johannes-de-la-Salle Schule.
Zielgruppe
Das Projekt Lernwerkstatt richtet sich mit seinen Angeboten an Schulverweigerer aus den JOA Klassen der Johannes-de-la-Salle Schule. An Jugendliche ohne Schulabschluss und ohne berufliche Erstausbildung, die ihren beruflichen Weg noch nicht gefunden haben, da sie bisher in der beruflichen Orientierung oft negative Erfahrungen gemacht haben.
Andere wiederum sind sich über ihre eigenen Fähigkeiten oder Vorstellungen nicht im Klaren, da ihnen die Selbsteinschätzung fehlt und sie in diese Richtung bisher nicht gefördert und gefordert wurden.
Hier knüpft das Modellprojekt Lernwerkstatt an und bietet den Jugendlichen die Möglichkeit, aufbauend auf ihren vorhandenen oder im Projekt neu entdeckten Fähigkeiten und Interessen, sich zu erproben und zu qualifizieren um so zu lernen einen realen Bezug zur Arbeitswelt herzustellen.
Problembeschreibung
Das Problem der meisten Jugendlichen der Zielgruppe ist, außer ihrer Arbeitslosigkeit,
- keine persönliche Auseinandersetzung mit dem Arbeitsmarkt
- durch keine Berührungspunkte große Hemmschwelle
- unstabiles, soziales oder familiäres Umfeld
- finanzielle Unsicherheit
- keine eigens entwickelte Zukunftsperspektiven
- Abbrecher in Schule oder in Maßnahmen
- Schulverweigerer (hohe Frustration)
Zielsetzung
Das Projekt Lernwerkstatt soll Jugendlichen, die vom Angebot der Regelschule nicht mehr erreicht werden, eine persönliche Perspektive eröffnen, ihnen aus ihrer Situation der Ausgrenzung herauszuhelfen und sie auf eine Arbeitswelt bezogene Zukunft vorbereiten und integrieren. Dieses übergeordnete Ziel wird durch Erstellung eines Förderplans gemeinsam mit den Jugendlichen erarbeitet.
Feinziele des Förderplans:
- Soziale und individuelle Stabilisierung
- Stärkung des Selbstwertgefühles
- Erweiterung der Handlungsressourcen
- Entdecken der eigenen Fähigkeiten und Fertigkeiten
- Externer Schulunterricht der Lehrer an Johannes-de-la-Salle Schule
(Berufsschule zur sonderpädagogischen Förderung - Schwerpunkt Lernen)
Das pädagogische Angebot
- Sozialpädagogische Angebote
- Werkpädagogische Angebote
- Kreativ- und Freizeitangebote
- Einzelcoaching
Sozialpädagogische Angebote
Für die Erreichung und Umsetzung der Ziele ist sowohl Einzelarbeit nötig, wie auch sozialpädagogische Gruppenangebote.
Die Einzelarbeit findet im Rahmen des Projektes "2.Chance" statt und orientiert sich immer an der individuellen Problemlage des Jugendlichen und in Einbeziehung des Förderplanes.
Die sozialpädagogische Gruppenarbeit soll eine positive Gruppendynamik herstellen und die sozialen Kompetenzen verbessern, insbesondere Team- und Konfliktfähigkeit.
Mögliche Gruppenangebote werden sein:
- Gemeinsames Kochen und Essen
- "Runde Tische"
- Reflexionsrunden
- Sport und Spiele
Werkpädagogische Angebote
Die werkpädagogischen Angebote sollen den Jugendlichen ein neues Erfahrungsfeld eröffnen. Die Angebote bieten die Möglichkeit sich mit verschiedenen Werkstoffen auseinanderzusetzen um mit ihnen zu arbeiten und etwas herzustellen.
Angeboten werden handwerkliche und hauswirtschaftliche Praxisfelder, z.B.
- Fahrradwerkstatt
- Arbeit mit verschiedenen Werkstoffen Holz, Metall
- Vermittlung hauswirtschaftlicher Grundkenntnisse
Kreativ- und Freizeitangebote
Dieser Bereich soll den Jugendlichen ermöglichen ihre Interessen zu erweitern und Selbsterfahrungen zu sammeln. Besonders die Freizeitangebote in der Gruppe sind ein wichtiges Training zur Verbesserung der sozialen Kompetenzen.
- Tonarbeiten
- Kunst, Farbe und Gestaltung
- Fotoworkshop
- Klettern
Einzelcoaching
Das Einzelcoaching eröffnet den Jugendlichen den Zugang zu gesellschaftlichen Normen und Verhaltensweisen, dies ermöglicht ihnen bessere Zugangswege zur Arbeitswelt.
- Präsentationstechniken
- Kommunikationsformen
- Telefon- und Bewerbungstraining
Zeitlicher Rahmen
Die Jugendlichen werden für ein Schuljahr in das Projekt aufgenommen. Die Qualifizierungsangebote finden an vier Wochentagen statt, jeweils von Montag bis Donnerstag 13:00h bis 17:00h. Am Freitag befinden sich die Jugendlichen in der Berufsschule der Johannes-de-la-Salle Schule.
Das Ziel
Schulverweigerer dieser speziellen Zielgruppe sollen durch das Projekt "2. Chance" erreicht werden und in die Lernwerksatt integriert werden.
Das Ziel ist erreicht wenn innerhalb der Förderperiode vier von sieben Jugendlichen Arbeitswelt bezogene Erfahrungen praktisch anwenden. Dies kann sein: Praktika, Minijob, Vermittlung in den ersten Arbeitsmarkt, Ausbildungsplatz.
Bei allen Angeboten ist die stärkenorientierte Arbeit mit den Jugendlichen vorrangig und die Hinführung zum realen Arbeitsmarkt gilt als Indikator der messbar ist durch Dokumentation der einzelnen Förderpläne. Die Jugendliche werden aktiv in die Gestaltung miteinbezogen, um ihnen Sicherheit in ihren Handlungsfeldern zu eröffnen.
|
|
Lernwerkstatt

Anleiter in der Fahrradwerkstatt Herr Winterle

Anleiter in der Holzwerkstatt Herr Gries

Anleiter Sport Herr Kuhn
|
| |
|
|