Mobile Jugendsozialarbeit
Übergangswohnangebot für Jugendliche

Begleitetes JugendWohnen

Mit erweiterten Konzept geht das JugendWohnen nun seit dem 01.01.12 für weitere 2 Jahre in die nächste Runde.



Projekt ABJEz (Lernwerkstatt) und AnSCHUub
(ArbeitsweltBezogenes Projekt: Junge Erwachsene wohnen und arbeiten zusammen)

Gesetzliche Grundlagen des Projektes und Projektkonzeptes sind § 13 SGB VIII, §§ 240 ff SGB III und §§ 16 und 22 SGB II

Angebote im Rahmen der arbeitsweltbezogenen Jugendsozialarbeit wenden sich schwerpunktmäßig an junge Menschen in sozial oder individuell bedingten Nachteilsituationen. Über sozialpädagogische Hilfen wird die berufliche Eingliederung und damit auch die soziale Integration dieser jungen Menschen unterstützt werden. Die sozialpädagogischen Hilfen werden u.a. in eigenständigen Beschäftigungs- und Qualifizierungsprojekten bzw. in Projekten wie begleitetes Wohnangebot für junge Erwachsene und Integrationsprojekten angeboten.

Die Handlungsfelder der Jugendsozialarbeit in diesem Projekt sind:

- Arbeitsweltbezogene Jugendsozialarbeit
- Begleitetes Jugendwohnen

Ziel des Projektes ist es, die Teilnehmer (Junge Erwachsene mit besonderen sozialen Schwierigkeiten, Zielgruppenbeschreibung vgl. Punkt II) in den ersten Ausbildungs- bzw. Arbeitsmarkt zu vermitteln.

Dazu gehören - nach Kontaktaufnahme über aufsuchende Arbeit - neben der Zuführung der Klienten ins bestehende Hilfesystem - Arbeitserprobungen, Praktika begleitete Bewerbungen sowie Motivation und Vorbereitung zum Nachholen von Bildungsabschlüssen, wenn notwendig Vermittlung in Therapien, Qualifizierung in praktischen und theoretischen Bereichen des Arbeitsmarktangebotes – individuell und ressourcenorientiert.

D.h. im Grunde eine ganzheitliche individuelle Förderung der Teilnehmer, die aufgrund der vorhandenen Problemlagen sehr umfangreich sein muss und deswegen einen entsprechenden Kostenaufwand erfordert.

Ein großes Ziel des Projektes ist es, den „Teufelskreis Wohnungslosigkeit / Arbeitslosigkeit“ (ohne Wohnung keine Arbeit, ohne Arbeit keine Wohnung) zu durchbrechen. Einerseits wird den jungen Menschen ein „Refugium“ zur Reproduzierung ihrer Arbeitskraft angeboten – verbunden mit der Vermittlung der sozialen Kompetenz „Wohnfähigkeit“, andererseits die Hilfe zum Einstieg in das Erwerbsleben durch Qualifizierung und begleitete Bewerbungen, etc.

Neben den „hauptamtlich“ Beschäftigten sind Einsätze der Bildungspaten und Sozialpaten vorgesehen sowie „Networking“ im Rahmen des Programms „Jugend stärken in der Region“.

Da die Zielgruppe zum Teil eine aversive Grundhaltung bzw. prinzipielle Verweigerungshaltung aufweist, spielt auch die Freizeitgestaltung als Einstiegs-motivation eine wichtige Rolle. Somit gehören zu den qualifizierenden und motivierenden Maßnahmen als Teilbereiche Maßnahmen zur Team- und Vertrauensbildung, zur Stärkung der eigenen Persönlichkeit (Empowerment) und zur Übernahme von Eigenverantwortung, etc.

Wichtiger Bereich ist der Erwerb sozialer Kompetenzen, um die Wohnfähigkeit der Klientel wieder oder überhaupt herzustellen. In diesem Sozialtraining werden die Bereiche Haushaltsführung, Haushalts- und Hausordnung, Tagesstrukturierung zusammen mit den Teilnehmern eingeübt.


Die Zielgruppe sind

junge Erwachsene, die mehrfache Benachteiligungen aufweisen (mindestens 3) und zur Zeit nicht bzw. nicht mehr im Bezug von Transferleistungen sind, vom Hilfesystem nicht erreicht werden – und nur über aufsuchende Sozialarbeit kontaktiert werden können:

- Arbeitslosigkeit
- Wohnungslosigkeit
- mangelhafte oder fehlende Bildungsabschlüsse
- fehlende Ausbildungsstelle (bevorzugt Altbewerber)
- gesundheitliche Einschränkungen (physischer und psychischer Art)
  (auch: Suchtproblematik)
- soziale Isolation
- mangelnde Deutschkenntnisse (Migrationshintergrund)
- aversive Grundhaltung / Verletzung der Mitwirkungspflicht (vgl. oben)
- Mehrfach-Sanktionierung (vgl. oben)
- weitere soziale Benachteiligungen

Der Träger der Maßnahme hat vom Kooperationspartner Stadtbau GmbH insgesamt 4 Wohnungen für die zu bildenden Wohngruppen – zum Teil zentral, optional zum Teil dezentral – angemietet : 4 Zwei- bzw. Dreizimmerwohnungen für 10 begleitete Wohnplätze für die o.g. Zielgruppe. Die Mietkosten für diese Wohnungen werden im Rahmen des § 22 SGB 2 (KdU) mit dem Träger der Grundsicherung (Kooperationspartner Jobcenter Aschaffenburg) abgerechnet.

Unser Qualifizierungsangebot

Folgende Maßnahmen werden durchgeführt:

- Sozialtraining (Erwerb sozialer Kompetenzen)

- Haushaltsführung mit den Teilbereichen
   Tagesstrukturierung
   Finanzplanung
   Einkaufsplanung
   Gesunde Ernährung
   Sauberkeit und Ordnung in den eigenen und den Gemeinschaftsräumen
   Kochen
   Körper- und Kleidungshygiene

- Sozialberatung in den Bereichen Finanzen und Gesundheit
  also bei Schulden, Sucht, Arbeitslosigkeit, fehlenden Bildungsabschlüssen

Nach der Eingangsphase der Maßnahme (bis zu 4 Wochen) wird anhand eines umfassenden Assessements und einer Kompetenzfeststellung eine Potentialanalyse durchgeführt, in der persönliche Ressourcen (Fertigkeiten, Fähigkeiten, Qualifikation, soziales Verhalten), persönliche Neigungen und die Angebote des Ausbildungs- und Arbeitsmarktes gegeneinander aufgewogen werden, um in Art eines Matchings zu einer passgenauen Vermittlung zu gelangen.

Begleitende Maßnahmen sind Motivations(angebote) zur Veränderung des Verhaltens, Unterrichtung in „Gesellschaftskunde“ mit dem Ziel „soziale Integration“ und Änderung der aversiven Grundhaltung sowie Qualifizierung in wohnrelevanten Gebieten (wie oben beschrieben

In einer Kooperationsvereinbarung werden die Pflichtaufgaben festgelegt, vorrangige Pflichtaufgabe des Trägers ist die Unterstützung der Teilnehmer bei der Wiedereingliederung (Bezug einer eigenen Wohnung sowie arbeitsweltbezogene sozialpädagogische Begleitung des Teilnehmers auch bei externer Ausbildung und Fortbildung zwecks erfolgreicher Durchführung).




Leitung des JugendWohnen: Frau Petra Pott
Sozialbetreuer im JW: Herr Maidhoff-Betker































 
Veranstaltungen und Informationen
Musikworkshop mit Flokki Porsche

Im Rahmen des begleiteten Jugendwohnens in der Lange Straße 26, wurde für die Bewohner, zusammen mit Flokki Porsche, ein Musikworkshop auf die Beine gestellt. Unsere Teilnehmer hatten so, teilweise zum ersten Mal in Ihrem Leben, die Möglichkeit selbst Musik zu machen. Im Proberaum wurden verschiedene Instrumente zur Verfügung gestellt, so dass jeder Bewohner sich, unter Anleitung von Flokki, am Schlagzeug, Bass, Gitarre oder Gesang erproben konnte.

Die One Man Performance "Flokki Porsche" gibt es nun seit ca. 2,5 Jahren.



Für alle die lustigen Punkrock mögen: Sein nächster Auftritt ist beim Fest der Nachbarn, am 24.07.10 in der Kleberstraße, bei dem auch GlobalSozial e.V. vertreten ist.

VIELEN DANK FÜR DIESEN TOLLEN TAG!

 
 
 
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