Fallbeispiel

Den Weg eines jungen Mannes soll das folgende Beispiel aufzeigen:
K. aus einem Spessartdorf war seit Anfang 2007 auf Grund einer schwer depressiven Phase nicht mehr in der Lage, die Schule (10. Klasse M-Zweig) zu besuchen. Die Mutter machte sich große Sorgen und nahm über den Rektor der Schule Kontakt zu KOALA auf. K. hatte sich vollkommen zurückgezogen, kaum Kontakte zu Gleichaltrigen und litt unter sich ständig wiederholenden Familienkonflikten.
Die ersten Kontakte fanden im familiären Bereich statt. K. konnte sich nach einer Phase wertschätzenden und motivierenden Umganges durch eine unserer Sozialarbeiterinnen auf eine alternative zukunftsweisende Lebensplanung einlassen. Darüber hinaus spielte die enge Kooperation mit seinem behandelnden Arzt und Therapeuten, seiner Klassenlehrerin, dem Amtsarzt und der Berufsberatung eine entscheidende Rolle.
Im Rahmen eines „kunst- und lösungsorientierten Tagescoachings“ mit einer Gruppe von Jugendlichen konnte er neue positive Erfahrungen im Umgang mit sich und anderen Teilnehmern machen, er trug maßgeblich dazu bei, dass sich eine Schauspielgruppe bildete, die nach ca. drei Monaten eine einstudierte Szene auf Video festhielt. Durch die neuen Kontakte außerhalb seines bisherigen Lebensumfeldes gewann er mehr und mehr an Selbstvertrauen und stabilisierte sich innerhalb kürzester Zeit.
K. kehrte zwar nicht mehr zur Schule zurück, begann aber nach einem halben Jahr eine Ausbildung zum Landschaftsgärtner, die er bis heute sehr erfolgreich absolviert.
Gefördert wir das Programm zu 55 Prozent aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds.