PRISMA
Zentrum für Nachbarschaftshilfe und Wohnumfeldverbesserung Damm
Das Zentrum für Nachbarschaftshilfe und Wohnumfeldverbesserung in der Behlenstr. 20, Aschaffenburg, ist ein Teil des Projekts:

PRISMA
Projekt-Initiative Stadtteilaufwertende Maßnahmen durch Arbeitsgelegenheiten



Es wird in Kooperation mit der ARGE Stadt Aschaffenburg im Auftrag des Jugendamts der Stadt Aschaffenburg durchgeführt. Zur Ergänzung der folgenden Ausführungen verweisen wir auf den entsprechenden Teilbericht.

Beschäftigungsförderung und Gemeinwesenarbeit

Das Zentrum für Nachbarschaftshilfe ist ein wesentlicher Bestandteil der Sozialen Stadtteilerneuerung Damm. Es besetzt das Thema "Nachbarschaft" in besonderer Weise. Die Besonderheit liegt dabei in der Zielsymbiose von Beschäftigungsförderung (§16 SGB II), Jugendsozialarbeit (§13 KJHG) und Gemeinwesenarbeit, indem in der Arbeit mit ca. 20 arbeitslosen jungen Erwachsenen (16-25 Jahre) und langzeitarbeitslosen Anleitern (Ü 25) individuelle Lebenssituationen und soziale Lebenswelten in einem benachteiligten Sozialraum verbessert werden.

Beschäftigung - Qualifizierung - sozialpädagogische Begleitung und Beratung

Das Zentrum für Nachbarschaftshilfe schafft für benachteiligte junge Menschen aus Damm sinnvolle Beschäftigung im Rahmen besonderer Arbeitsgelegenheiten im Stadtteil und ermöglicht darüber ein Engagement für den eigenen Sozialraum. Die Jugendlichen werden darüber hinaus personal, ausbildungs- und arbeitsweltbezogen qualifiziert und individuell darin unterstützt, Rezeptoren am Arbeitsmarkt zu erschließen und zu nutzen.

Die Zielgruppe weist zu einem signifikanten Teil (Tendenz zunehmend) multiple Problemlagen auf (neben Arbeitslosigkeit Überschuldung, psychische Auffälligkeiten, Sucht, Wohnungslosigkeit, Teenagerschwangerschaften, Sorgerechtsentzug…) und hat in der Regel "Maßnahmenkarrieren" entwickelt. Intensive sozialpädagogische Begleitung und Beratung sind daher konstitutiver Teil des Projekts.

Diese Arbeit mit den jungen Menschen trägt entscheidend dazu bei, ganzheitliche Persönlichkeitsentwicklung zu unterstützen, Vermittlungshemmnisse in ihrer ganzen Breite abzubauen, Perspektivlosigkeit aufzubrechen, Lebenslagen zu stabilisieren und so berufliche und soziale Integration zu fördern.

Das Zentrum für Nachbarschaftshilfe leistet damit einen wichtigen ökonomischen Beitrag, indem es jungen bildungsbenachteiligten Menschen es ermöglicht, unabhängig von staatlichen Transferleistungen zu leben.

Dienstleistung zur Verbesserung der Lebenswelten

Die Beschäftigung wird über Aufträge von Bürgern aus Damm und sozialen Organisationen im Stadtteil akquiriert. Mit den Jugendlichen zusammen und durch sie bietet das Zentrum für Nachbarschaftshilfe unterstützende Dienstleistungen für hilfebedürftige Dämmer Bürger in besonderen Lebenslagen und soziale Akteure im Stadtteil an. Seit Eröffnung im Januar 2006 konnten ca. 150 Aufträge akquiriert und umgesetzt werden. Die gemeinnützigen und zusätzlichen Unterstützungsleistungen umfassten bisher folgende Bereiche:

Hilfe bei Besorgungen, Übernahme von Hausordnung im Krankheitsfall und anderen Notlagen

Hilfe bei Umzügen und Entrümpelungen

Renovierungsarbeiten in Privathaushalten (Möbel- und Küchenmontage, Maler- und Verputzarbeiten…)

Bauaufträge (Übernahme größerer Gewerke bei der Sanierung des Jugendtreffs B4/Damm, Renovierungsarbeiten, Trockenbau und Malerarbeiten an Schulen, in Kirchengemeinden, verschiedenen Einrichtungen...)

Patenschaften für öffentliche Flächen (Pflege des Dämmer Stegs, von Spielplätzen, der Jugendtreffpunkte)

Graffitientfernung an öffentlichen Gebäuden

Pflege von ökologisch wichtigen Flächen (Streuobstbeständen, Bischberg, Schönbuschallee)

Beteiligung bei der Sanierung der Aschaffaue (Hügellandschaft an der Elsavastr.)

Unterstützung bei Veranstaltungen, die Nachbarschaft befördern, Unterstützung ehrenamtlicher Initiativen (Straßenfeste, Gemeindefeste, Aussiedlerarbeit St. Josef u.a.)

Die Genese von Beschäftigung und ihre Umsetzung mit jungen Menschen geschieht im Rahmen intensiven Networkings. Auftragsakquise und -durchführung mit einer Vielzahl von Kooperationspartnern im Stadtteil und darüber hinaus sind neben der konkreten Dienstleistung ein wesentlicher und nachhaltiger Beitrag zu einer vernetzten Infrastruktur professioneller und privater Netzwerke im Stadtteil.



 
Projekte und Aktuelles
GlobalSozial e.V. trainiert erfolgreich die Mädchenmannschaft der 3. Klasse der Astrid-Lindgren-Schule

Vortrag von Prof. Dr. Frank Ehmann

Übergangswohnangebot für Jugendliche

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Koordinierungsstelle Stadt und LK Aschaffenburg

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